
Wo sonst der Verkehr fließt, verändert sich derzeit das Stadtbild grundlegend: Die Pfaffendorfer Brücke wird neu gebaut. Im Rahmen von Baustellenführungen öffnen sich dabei besondere Zeitfenster, in denen Sie hautnah erleben können, wie ein zentrales Stück Koblenz neu entsteht.
Schon zu Beginn tauchen Sie ein in die Welt der Baustelle. Schwere Maschinen sind im Einsatz, Materialien werden bewegt, und überall wird deutlich, wie viel Planung und Präzision hinter einem solchen Großprojekt stecken. Doch schnell geht es um mehr als nur das Bauen: Immer wieder eröffnen sich Perspektiven, die im Alltag verborgen bleiben.
Besonders eindrucksvoll ist der stetige Wechsel der Blickwinkel. Mal stehen Sie nah am Geschehen, fast auf Augenhöhe mit den Bauarbeiten, dann wieder öffnet sich der Raum und gibt den Blick frei auf Rhein, Schloss und Stadt. Diese Verbindung aus Nähe und Weite macht den Rundgang zu einem besonderen Erlebnis.
Ein zentrales Highlight ist der Aufstieg auf den derzeit gesperrten nördlichen Gehweg der alten Pfaffendorfer Brücke. Über eine eigens für die Bauarbeiten errichtete Konstruktion gelangen Sie an einen Ort, der normalerweise nicht zugänglich ist. Von hier oben zeigt sich Koblenz aus einer ungewohnten Perspektive: Der Rhein glitzert, das verhüllte Schloss rückt in den Fokus, und die Dimensionen des Bauwerks werden eindrucksvoll spürbar.
Beim Gang über die Brücke verändert sich die Wahrnehmung erneut. Die Stadt wirkt plötzlich anders, Zusammenhänge werden sichtbar, und der Blick reicht bis hinüber nach Ehrenbreitstein. Genau dieser Perspektivwechsel verleiht der Führung ihre besondere Lebendigkeit.
Zum Abschluss führt der Rundgang in einen Bereich voller Geschichte: In den alten Kasematten trifft die Gegenwart der Baustelle auf die Vergangenheit der Stadt.